Freitag, 30. April 2010

Morgen feiern wir unser Tag!


Proletarier aller Länder, vereinigt euch!

Die Rebellion ist gerechtfertigt!

Der erste Mai ist unser Tag, der Tag, an dem in der ganzen Welt diese enorme menschliche Legion marschiert, die das internationale Proletariat ist. Unsere Klasse vertritt das neue in dieser Welt, weil wir den Fortschritt, die Erneuerung und das lebende Versprechen von einer Welt ohne Ausbeutung und Unterdrückung sind. Die Herren des Kapitals und des Bodens schreien andauernd von ihrem angeblichen Triumph und der Herstellung ihrer ewigen Herrschaft. Damit übertreffen sie sogar den Stolz der deutschen Faschisten, die im Vergleich zu ihnen bescheiden waren, weil sie ihr Reich als tausendjährig definiert haben. Aber dieses „Ende der Geschichte“ ist nur ein Märchen, eine Fantasie, die auf nichts anderem beruht, als auf den fiebernden Träumen eines sterbenden Monsters. Sowie das tausendjährige Reich der Faschisten, das nicht mehr als ein paar Jahre Bestand hatte, durch das vom Kommunismus geführte internationale Proletariat und die Völker der Welt vernichtet wurde, ist dieser „Triumph“ der Imperialisten flüchtig und wir können heutzutage sehen wie es zerfällt, während wir auf dem Vormarsch sind. Was zusammengefallen ist, ist nicht der Sozialismus oder Kommunismus, sondern der revisionistische Verrat. Die Scharlatanerie derjenigen, die – im Namen unserer Klasse – ihre Ideologie und ihre Partei, in den Dienst des Alten in der Welt und für ihre eigenen Interessen gestellt haben. Dass diese soziale Plage – der Revisionismus – in Bankrott gegangen ist, ist eine gute Sache, weil es mehr Klarheit ermöglicht. Wenn wir heute marschieren, halten wir unsere roten Fahnen mit Hammer und Sichel am höchstens, und sind wir voller Optimismus und Überzeugung von der Gerechtigkeit unserer Sache und unserem unvermeidlichen Triumph. Das Alte kann nie gegen das Neue bestehen. Daher gehört der Imperialismus – zusammen mit seinen revisionistischen und reaktionären Lakaien – auf den Müllhaufen der Geschichte. Uns aber gehört die Zukunft!

Wir alle können an unserem eigenen Körper die weltweite Krise des imperialistischen Systems fühlen, die nicht durch unverantwortliches Handeln von einigen erzeugt wurde. Noch viel weniger ist es die Schuld der Arbeiterklasse oder der Völker, sondern diese Krise ist eine Überproduktionskrise, die mit dem imperialistischen System untrennbar verbunden sind. Trotzdem lassen uns die Imperialisten die Krise auf unseren Rücken tragen und vor allem lassen sie sie die unterdrückten Völker tragen. Jede Illusion darüber, dass der Imperialismus Entwicklung und Wohlstand für die Massen bringt, ist erneut von der konkreten Realität, von mehr Hunger und Armut in der ganzen Welt, zerschlagen. Selbst in den Vereinigten Staaten – die als Weltpolizei auftritt und einzige hegemoniale Supermacht ist, gibt es Millionen Menschen, die nicht zu essen haben. Sogar in Europa, in den baltischen Ländern und Griechenland sind die Staaten praktisch bankrott. Sie müssen ihre Wirtschaft dem Diktat der Großmächte unterwerfen und sie zerschmettern auf radikalste Art und Weise das angebliche „soziale Sicherungssystem“. In Spanien gibt es nur noch nach offiziellen Angaben vier Millionen Arbeitslose, und es gibt kein Land Europas, in dem sich die Lebensbedingungen der breiten Massen nicht dramatisch verschlechtern haben. Wenn es uns in den unterdrückten Nationen früher schlecht gegangen ist, geht es uns jetzt nur noch schlimmer und in den unterdrückenden Ländern erhöht die Krise des imperialistischen Systems täglich die Massen des Proletariats, dessen prekäre Situation zunehmend schrecklicher wird. Die Antwort des Imperialismus auf seine Krise sind mehr Angriffskriege, härtere Repression, mehr Reaktion. Sie werfen sich wie wilde Tiere auf die unterdrückten Völker und Nationen und führen Völkermord nach Völkermord durch - Irak, Afghanistan, Somalia, Pakistan, Jemen, etc. Überall streben sie nach dem Ertrinken des Volkswiderstands im Blut, das sie vergießen. In seinem Kampf um die Weltherrschaft verwenden sie die lokalen Reaktionäre als Marionetten, dabei richten sie Völkermorde wie im Kongo an und organisieren Putsche wie in Honduras und anderswo. Zum Leid der Imperialisten und ihrer Lakaien aller Couleur akzentuiert, fördert und stärkt das alles, die Krise und die imperialistische Aggression, die historische Tendenz, dass die Länder die Unabhängigkeit wollen, dass die Nationen die Befreiung wollen, und, dass die Völker die Revolution wollen. In anderen Worten, die Revolution erwächst immer mehr als die Haupttendenz in der Welt.

Unser Hauptproblem als internationale Klasse ist der Mangel an organisierten Avantgarden, ohne sie können wir dem Imperialismus nichts entgegensetzen, ihn nicht besiegen und begraben. Noch fehlen uns Kommunistische Parteien in den meistens Ländern.
Unsere Pflicht ist der Kampf für die Wiederherstellung solcher Parteien, sowie die Stärkung und Entwicklung der bestehenden. Daher ist es die zentrale Sache unsere Ideologie als die lebendige Kraft, die sie ist, und wie sie sich in der Theorie und Praxis von mehr als 160 Jahre vom Kampf der Kommunisten entwickelt hat, anzunehmen und sie nicht als eine tote Formel oder als eine Karikatur von Pseudo-Intellektuellen zu erfassen, die davon träumen große Theoretiker zu sein. Das bedeutet, den Marxismus in seinem jetzigen Entwicklungsstadium aufzugreifen. Dieses ist der Marxismus-Leninismus-Maoismus. Mit dem Verständnis des Maoismus als hauptsächliche Etappe, weil er die neue, dritte und höhere Stufe der Ideologie des internationalen Proletariats ist. Der Maoismus ist die Ideologie, die ihre Gültigkeit in der aufkeimenden Volkskrieg in Peru, Indien und den Philippinen täglich bestätigt, sowie in den bewaffneten Kampf in der Türkei, Bangladesch und anderswo. Trotz allem, was die Revisionisten sagen mögen, sind diese Volkskriege unbestreitbare, materielle und konkrete Beweise, dass die proletarische weltweite Revolution fortschreitet, dass der Marxismus stark ist und, dass wir strahlende Perspektive haben. Der Volkskrieg in Peru hat den Weg eröffnet. Mit der Kommunistischen Partei Perus (KPP), der Führerschaft des Vorsitzenden Gonzalo, seinem Gedanken und der Hartnäckigkeit des Volkskriegs haben wir eine korrekte Anwendung des Maoismus, die uns erlaubt, den Kurs zum Kommunismus beizubehalten.

Der Volkskrieg in Indien macht große Fortschritte und zeigt zunehmend seine Auswirkungen in der Welt. Er zeigt: Je mehr man den Maoismus verinnerlicht umso weiter schreitet man voran. Der Maoismus ist somit das Banner derjenigen, die kämpfen, ist das rote Banner mit Hammer und Sichel für die Führerschaft der demokratischen, sozialistischen und kulturellen Revolutionen mit Volkskrieg bis zum Kommunismus. Deshalb lehnen wir Maoisten die „Friedensabkommen“ und die angeblichen „nationalen Versöhnungen“ ab, die der Imperialismus in allen Orten aufzuzwingen sucht, wo das Volk sich in bewaffneter Rebellion erhoben hat. Deshalb lehnen wir Maoisten dem parlamentarischen Kretinismus ab, der seit langer Zeit nur dazu dient, den revolutionären Kampf abzulenken. Deshalb lehnen wir Maoisten die „linken Führer“, wie den Clown Chávez ab, die weder eine Revolution machen noch in Zukunft eine machen werden, die sich theatralisch gegen einige Imperialisten stellen, aber mit anderen Imperialisten ins Bett gehen. Wir, die Maoisten, sind für die proletarische weltweite Revolution, wir sind nicht halbherzig, wir sind die Anhänger des weltweiten Volkskriegs.

Auf diese Weise, begrüßt die Volksbewegung Peru – erzeugte Organisation der KPP für die Auslandsarbeit der Partei - mit revolutionärem Enthusiasmus unsere Klasse, das internationale Proletariat, wohl wissend, dass es den Imperialismus begraben und der Kommunismus triumphieren wird.

Wendet den Maoismus an!
Vernichtet den Revisionismus!
Volkskrieg bis zum Kommunismus!

Volksbewegung Peru
Mai 2010

Freitag, 23. April 2010

Lenin 140 und CPI (ML) 41

Gestern, 22. April, war der 140. Jahrestag des Geburtstag von Grossen Lenin, und auch vor 41 Jahre wurde die Kommunistische Partei Indies (Marxist-Leninist) gegründet, die die Vorläufer der heutigen Kommunistischen Partei Indiest (Maoist) ist. Hier finden Sie ihre Dokumenten und Information über ihre Geschichte und Analysen.

Und hier, anlässlich die Jahrestag des Geburtstags von Lenin, zitieren wir Abzüge eines Texts des Genossen Stalin von 1920:

„There are two groups of Marxists. Both work under the flag of Marxism and consider themselves "genuinely" Marxist. Nevertheless, they are by no means identical. More, a veritable gulf divides them, for their methods of work are diametrically opposed to each other.

The first group usually confines itself to an outward acceptance, to a ceremonial avowal of Marxism. Being unable or unwilling to grasp the essence of Marxism, being unable or unwilling to put it into practice, it converts the living, revolutionary principles of Marxism into lifeless, meaningless formulas. It does not base its activities on experience, on what practical work teaches, but on quotations from Marx. It does not derive its instructions and directions from an analysis of living reality, but from analogies and historical parallels. Discrepancy between word and deed is the chief malady of this group. Hence the disillusionment and perpetual grudge against fate, which time and again lets it down and makes a "dupe" of it. The name for this group is Menshevism (in Russia), opportunism (in Europe). Comrade Tyszka (Jogiches) described this group very aptly at the London Congress 1 when he said that it does not stand by, but lies down on the point of view of Marxism.

The second group, on the contrary, attaches prime importance not to the outward acceptance of Marxism, but to its realization, its application in practice. What this group chiefly concentrates its attention on is determining the ways and means of realizing Marxism that best answer the situation, and changing these ways and means as the situation changes. It does not derive its directions and instructions from historical analogies and parallels, but from a study of surrounding conditions. It does not base its activities on quotations and maxims, but on practical experience, testing every step by experience, learning from its mistakes and teaching others how to build a new life. That, in fact, explains why there is no discrepancy between word and deed in the activities of this group, and why the teachings of Marx completely retain their living, revolutionary force. To this group may be fully applied Marx's saying that Marxists cannot rest content with interpreting the world, but must go further and change it. 2 The name for this group is Bolshevism, communism.

The organizer and leader of this group is V. I. Lenin.“

Entwicklung der Neuen Macht und Mariátegui

Über die Entwicklung der Neuen Macht in Peru und die Rolle von José Carlos Mariátegui - Gründer der Kommunistischen Partei Perus - im Zweiten Abschnitt des Interviews „ÜBER DIE PARTEI“.

EL DIARIO: Vorsitzender, entwickelt sich die neue Macht stärker auf dem Lande oder in der Stadt?

VORSITZENDER GONZALO: Die neue Macht bauen wir nur auf dem Land auf. In der Stadt wird sie erst kurz vor dem Sieg der Revolution entstehen. Das hat mit der Entwicklung des Volkskrieges zu tun. Ich denke, wenn wir zum Thema Volkskrieg kommen, werde ich das noch näher erläutern.

EL DIARIO: Vorsitzender, welche Bedeutung hat José Carlos Mariátegui für die kommunistische Partei Perus?

VORSITZENDER GONZALO: Mariátegui ist der Gründer der PCP. Er baute die Partei auf eindeutig marxistisch-leninistischen Grundlagen auf, und folglich gab er ihr eine klare ideologische Position. Dabei ging er vom Marxismus-Leninismus aus, dem Marxismus seiner Zeit, seiner Epoche. Ferner stattete er die Partei mit einer politischen Generallinie aus. Mit der Gründung der Kommunistischen Partei Perus hinterließ uns Mariátegui, der bedeutendste Marxist, den Amerika bis jetzt hervorgebracht hat, sein größtes Werk. Wir verstehen sehr gut, was sein Verlust für die Partei bedeutete; wir sollten uns darüber im klaren sein, dass er sein Leben gab, um sein wichtiges Werk zu vollenden. Die Gründung der Partei kostete ihn das Leben, das ist es, was wir damit sagen wollen. Er hatte keine Zeit mehr, um die Partei zu konsolidieren und weiter zu entwickeln, - man bedenke, dass er weniger als zwei Jahre nach der Gründung der Partei starb - und eine Partei benötigt Zeit, um sich zu konsolidieren, sich zu entwickeln und ihre historische Aufgabe zu erfüllen.

Ich möchte hier etwas klarstellen. Schon im Jahr 1966 wiesen wir darauf hin, dass man niemals den Weg Mariáteguis hätte verlassen dürfen, und dass es darum ginge, seinen Weg wieder aufzunehmen und weiter zu entwickeln, ich betone, weiter zu entwickeln. Warum? Weil der Marxismus auf Weltniveau bereits in eine neue Etappe eingetreten war, die des heutigen Maoismus, und sich in unserem eigenen Lande neben dem unermüdlichen Kampf des peruanischen Proletariats und des Volkes, das niemals aufgehört hat, zu kämpfen, insbesondere der bürokratische Kapitalismus weiter entwickelt hatte. Darum hielten wir es für notwendig, Mariátegui, nicht nur wieder aufzugreifen, sondern weiter zu entwickeln. Wir haben dazu beigetragen, Mariátegui und die Gültigkeit der von ihm aufgestellten allgemeinen Gesetze wieder zu entdecken, denn die allgemeinen Gesetze sind dieselben, nur dass sie entsprechend der neuen nationalen und internationalen Bedingungen spezifiziert sind, wie ich bereits sagte, und dem haben wir gedient.

Dazu ließe sich noch viel sagen, doch wichtiger ist, denke ich, einige Dinge hervorzuheben. Im Jahre 1975 gaben wir die Schrift "Den Weg Mariáteguis wieder aufnehmen und die Partei wieder aufbauen" heraus. In diesem kurzen Dokument zeigten wir auf, was viele, die sich heute Mariateguisten nennen, leugnen, nämlich dass Mariátegui, ein bekennender Marxist-Leninist war, "überführt und geständig", wie er selbst es treffend ausdrückte. Wir haben die fünf Hauptmerkmale seiner politischen Generallinie herausgestellt und aufgezeigt, dass sich bei Mariátegui ähnliche Thesen finden wie beim Vorsitzenden Mao. Denken wir nur an Fragen der Einheitsfront oder die wichtige Frage der Gewalt. Mariátegui, sagt, "die Macht wird durch Gewalt erobert und durch die Diktatur verteidigt", ... "die Revolution ist die blutige Geburt der Gegenwart", und betonte im Laufe seines großartigen Lebens beharrlich die Bedeutung der revolutionären Gewalt und der Diktatur. Er stellte auch fest: auch wenn man eine noch so große Mehrheit im Parlament hat, kann man letztendlich nur ein bürgerliches Kabinett stürzen, aber niemals die gesamte bürgerliche Klasse. Das ist deutlich. Zu betonen ist auch, dass Mariátegui Anti-Revisionist war, denn das ist der Schlüssel zum Verständnis seines Gedankenguts.

Kurz und gut, wir kämpften dafür, den Weg Mariáteguis wieder aufzunehmen und weiter zu entwickeln. Aber erlauben Sie, dem noch etwas hinzufügen. Es wäre interessant, einige von denen zu fragen, die sich heute Mariateguisten nennen, was sie damals über Mariátegui dachten. Sie haben ihn rundweg abgelehnt. Ich beziehe mich auf Mitglieder der heutigen PUM (Partido Unificado Mariáteguista), auf die, die aus der sogenannten "neuen Linken" hervorgegangen sind, Leute, die verbreiteten, dass Mariátegui überholt sei und der Vergangenheit angehöre. So simpel war alles in allem ihre Argumentation. Aber, was noch wichtiger ist: Sind sie und andere wirklich Mariateguisten? Nehmen wir z. B. Barrantes Lingán. Was besitzt er von einem Mariateguisten, wenn alles, was er repräsentiert, das genaue Gegenteil der klaren marxistisch-leninistischen Thesen ist, die Mariátegui seinerzeit entschlossen und unerschütterlich verteidigte? Mariátegui war niemals ein Anhänger von Wahlen. Er sprach sich dafür aus, die Wahlen für die Agitation und Propaganda zu benutzen. Es waren Revisionisten wie Acosta, die 1945 behaupteten, dass diese These veraltet sei und es darum ginge, Parlamentssitze zu gewinnen. Und genau das machen die falschen Mariateguisten heute, diese schamlosen Parteigänger des parlamentarischen Kretinismus.

Alles in allem vertreten wir folgendes: Mariátegui ist der Gründer unserer Partei. Seine Rolle ist in der Geschichte festgeschrieben, und niemand wird sie je bestreiten können, denn sein Werk ist unvergänglich. Doch es war notwendig, es fortzusetzen, weiter zu entwickeln, auf seinem Weg voranzuschreiten. Die Fortsetzung der Arbeit eines Parteigründers wie Mariátegui, in dessen Werk - ich wiederhole - sich ähnliche Thesen finden wie beim Vorsitzenden Mao, bedeutet logischerweise, dass man Marxist-Leninist-Maoist ist, wie wir es sind, die Mitglieder der Kommunistischen Partei Perus. Für uns ist die Person unseres Gründers ein großartiges Vorbild, und wir sind stolz darauf, dass unsere Partei von ihm gegründet worden ist.

EL DIARIO: Vorsitzender, welchen Einfluss hatte José Carlos Mariátegui, auf die Entwicklung des Klassenbewusstseins der peruanischen Arbeiter?

VORSITZENDER GONZALO: Mariátegui erfüllte seine große Aufgabe inmitten eines intensiven Kampfes, und entschuldigen Sie, wenn ich die Frage benutze, um etwas auszuholen. Er war schon Marxist, bevor er nach Europa ging, das ist der erste Punkt, den wir herausstreichen wollen, denn es wird gewöhnlich behauptet, er sei erst dort zum Marxisten geworden. Dass er sich dort weiter entwickelte, ist eine andere Sache, es ist offensichtlich, dass die Erfahrungen in Europa für ihn ausgesprochen wertvoll waren. Mariátegui trug einen sehr wichtigen ideologischen Kampf aus, ein Kampf für das, was er Sozialismus nannte. Wie er selbst erklärte, benutzte er diesen Begriff, weil er hier noch nicht abgegriffen und prostituiert war wie in Europa, doch was er verbreitete und unterstützte, war der Marxismus-Leninismus.

Er führte einen politischen Kampf von großer Tragweite um die Gründung der Partei, und das hat mit einem Aspekt zu tun, der heute ständig bemüht und dabei arglistig und plump verfälscht wird, die Debatte zwischen Mariátegui, und Haya de la Torre. Eigentlich ist die Angelegenheit vollkommen klar: Mariátegui, trat für die Gründung einer kommunistischen Partei, einer Partei des Proletariats, ein, Haya de la Torre für die Bildung einer Kampffront ähnlich der Kuomintang, weil er argumentierte, dass das Proletariat in Peru verschwindend klein und zu unreif sei, um eine kommunistische Partei hervorbringen zu können. Das waren nichts weiter als Spitzfindigkeiten. Es ist gut, sich das zu vergegenwärtigen und außerdem, dass die peruanische APRA nach dem Vorbild der Kuomintang von Tschiang Kai-schek gebildet wurde, dem Henker der chinesischen Revolution, der 1927 den konterrevolutionären Staatsstreich anführte. Das müssen wir uns klar vor Augen halten. Warum spreche ich dieses Problem an? Weil man heute von einem Haya-Mariateguismus bis hin zu einem Haya-Leninismus redet. Wie absurd! Mariátegui war Marxist-Leninist, Haya war niemals weder Marxist noch Leninist, niemals. Er hat sich immer den Thesen Lenins widersetzt. Es ist notwendig, das klarzustellen, denn wir können dieses Geschwätz nicht dulden, da es letztendlich nichts anderes als Mumpitz ist, eine Erfindung, um einer Allianz der Vereinigten Linken mit der APRA das Wort zu reden. Das ist der wahre Hintergrund. Der Rest ist törichtes Gewäsch.

Gut, lassen Sie mich auf Ihre Frage zurückkommen. Mariátegui wirkte in Verbundenheit mit den Massen, dem Proletariat und den Bauern. Er war in der Theorie und in der Praxis an der Gründung der CGTP (Confederación General de Trabajadores del Peru = Allgemeine Arbeiterkonföderation Perus, der peruanische Gewerkschaftsverband) beteiligt, die hauptsächlich das Ergebnis seiner Arbeit ist, doch das war die CGTP der zwanziger Jahre, nicht die heutige CGTP, die das vollständige Gegenteil dessen ist, was Mariátegui vertrat. Er leistete auch Arbeit unter den Bauern. Ein wesentlicher Bestandteil seines Werkes ist die Bauernfrage, die zum Problem der Landverteilung führt, das, wie er treffend darstellt, im Grunde gleichbedeutend mit dem Problem der Indios ist. Daneben arbeitete er unter Intellektuellen, Frauen und Jugendlichen. Denn Mariátegui realisierte sein Werk in Verbundenheit mit den Massen, indem er ihnen den Weg wies, ihre Organisationen aufbaute und sich entschieden für die Organisation des Proletariats und des Volkes in Peru einsetzte.

Donnerstag, 15. April 2010

Noch einen Teil des Interviews vom Vorsitzenden Gonzalo: „II. ÜBER DIE PARTEI“.

EL DIARIO: Welche Veränderungen sind in der Partei durch den Volkskrieg hervorgerufen worden?

VORSITZENDER GONZALO: Das erste und wesentliche, was uns der Volkskrieg gab, war, dass er uns auf der Grundlage unserer früheren Arbeit in die Lage versetzte, den Maoismus als eine neue, dritte und höhere Etappe des Marxismus zu begreifen. Er diente ferner dazu, die Militarisierung und den konzentrischen Aufbau der Partei zu entwickeln und die EGP (Partisanenvolksarmee; heute EPL: Volksbefreiungsarmee) aufzubauen, die im Jahre 1983 gegründet wurde.

Die EGP ist sehr wichtig. Sie ist die hauptsächliche Organisationsform, die der Hauptkampfform, dem Volkskrieg, entspricht. Die Partisanenarmee, die wir geschaffen haben und die sich machtvoll entwickelt hat, entstand unter Anwendung der Thesen des Vorsitzenden Mao Tse-tung und der äußerst wichtigen These Lenins über die Volksmilizen, die von der Erkenntnis ausgeht, dass die Armee usurpiert und zur Restauration benutzt werden kann. Daher entwickelte er das Konzept der Volksmiliz, welche die Funktionen der Polizei, der Armee und der Verwaltung übernehmen soll, eine großartige These, die er aufgrund der historischen Umstände nicht umsetzen konnte, was jedoch nicht heißt, dass sie nicht wichtig und gültig ist, so wichtig, dass sich der Vorsitzende Mao intensiv mit dem Aufbau der Volksmiliz beschäftigte. Die Merkmale unserer Armee leiten sich demnach aus diesen Erfahrungen ab, doch sie hat auch ihre Besonderheiten. Sie besteht aus drei Streitkräften: der Hauptstreitkraft, den lokalen Streitkräften und den Basisstreitkräften. Wir haben keine unabhängige Miliz, sondern sie ist als Basisstreitkraft in die Armee integriert; nach diesem Prinzip ist die Armee aufgebaut. Man könnte auch sagen, dass wie in Anbetracht unserer konkreten Bedingungen die EGP nicht anders hätten aufbauen können, doch letztendlich waren es die oben genannten Prinzipien, die uns leiteten. Diese Armee konnte ungeachtet ihrer besonderen Merkmale in allen Situationen operieren und kann, falls notwendig, angepasst und reorganisiert werden.

Im Zusammenhang mit dem Volkskrieg gibt es noch einen anderen wichtigen Aspekt, seine wichtigste Errungenschaft, die neue Macht. Gestützt auf das, was der Vorsitzenden Mao in seinem Werk "Über die Neue Demokratie" ausführt, steht für uns der Aufbau der neuen Macht in Verbindung mit der Einheitsfront. Daneben haben wir auch die lange negative Erfahrung mit der Politik der Kampffronten hier in Peru berücksichtigt, zu welcher der Begriff "Einheitsfront" missbraucht wurde und wird, früher mit der sogenannten "Nationalen Befreiungsfront" und heute hauptsächlich mit der sogenannten "Izquierda Unida" (Vereinigte Linke) und anderen Gebilden wie die viel propagierte "Convergencia Socialista" (Sozialistische Konvergenz). Wir hingegen wenden immer die Prinzipien an und gehen von unserer konkreten Realität aus. Deshalb entbehrt es jeder Grundlage, wenn man uns Dogmatiker nennt, aber gut, Papier ist geduldig. Das hat uns dazu geführt, die "Frente Revolucionario de Defensa del Pueblo" (FRDP- Revolutionäre Front zur Verteidigung des Volkes) zu bilden. Hierzu ist anzumerken, dass wir es waren, die in Ayacucho die erste Front zur Verteidigung des Volkes geschaffen haben, die sich danach "Patria Roja" zum Vorbild nahm, deformierte und als Eigenkreation ausgab, um ihre FEDIPs zu gründen - schon der Name ist falsch, denn wenn es sich um eine Front zur Verteidigung des Volkes handelt, wird sie logischerweise die Interessen des Volkes verteidigen. Die FRDP bauen wir nur auf dem Land auf, und zwar in Form der neuen Macht als Volkskomitees, wobei die Volkskomitees eines Gebietes einen revolutionären Stützpunkt bilden und die Gesamtheit dieser Stützpunkte das ist, was wir die neudemokratische Volksrepublik im Aufbau nennen. In den Städten organisieren wir die MRDP ("Movimiento Revolucionario de Defensa del Pueblo" - Revolutionäre Bewegung zur Verteidigung des Volkes), die dazu dient, den Volkskrieg in der Stadt zu führen, Kräfte zu sammeln, die reaktionäre Ordnung zu untergraben und ein Klassenbündnis im Hinblick auf den zukünftigen Volksaufstand zu schaffen.

Andere Veränderungen haben mit der Heranbildung der Parteimitglieder zu tun. Ganz offensichtlich schult der Krieg auf besondere Weise, er stählt, er erlaubt, die Ideologie stärker zu verinnerlichen, Parteimitglieder mit eisernem Willen hervorzubringen, die dem Leitspruch folgen, "den Tod herausfordern und ihm Siegeslorbeeren entreißen". Außerdem ist festzustellen, dass eine weitere Veränderung in der Partei auf einer anderen Ebene, oder besser gesagt, mit anderen Auswirkungen, stattgefunden hat, und die hat mit der Weltrevolution zu tun. Der Volkskrieg hat der Partei erlaubt, eindeutig zu demonstrieren, wie durch die Anwendung des Marxismus-Leninismus-Maoismus ein Volkskrieg geführt werden kann, ohne sich dem Diktat irgendeiner Supermacht oder imperialistischen Macht zu unterwerfen, dass es möglich ist, einen Volkskrieg voranzutreiben, und sich dabei nur auf die eigenen Kräfte zu stützen. Das alles hat der Partei auf internationaler Ebene zu einem Prestige verholfen, das sie vorher niemals hatte. Das ist kein selbstgefälliges Eigenlob - solche Eitelkeit liegt uns fern - sondern eine schlichte Tatsache, die uns erlaubt, der Weltrevolution zu dienen, wie nie zuvor. Auf diese Art und Weise erfüllt die Partei durch den Volkskrieg ihre Aufgabe als Kommunistische Partei Perus.

EL DIARIO: Wie beteiligen sich die Arbeiter und Bauern an der EGP?

VORSITZENDER GONZALO: Hauptsächlich beteiligen sich die Bauern, insbesondere die armen Bauern, als Soldaten und Befehlhabern auf den verschiedensten Ebenen, das ist die Art, wie sie sich beteiligen. Das gilt ebenso für die Arbeiter, obwohl ihr prozentualer Anteil gegenwärtig noch unzureichend ist.

Freitag, 9. April 2010

Abschnitt des Interviews vom Vorsitzenden Gonzalo

Zunächst veröffentlichen wir einen Abschnitt des Interviews vom Vorsitzenden Gonzalo, der zum zweiten Teil des Interviews „ÜBER DIE PARTEI“ gehört.


II. ÜBER DIE PARTEI


EL DIARIO: Kommen wir jetzt zu einem anderen sehr wichtigen Thema dieses Interviews, nämlich dem der Partei. Welches sind für Sie die wichtigsten Lehren aus dem Entwicklungsprozess der Partei?

VORSITZENDER GONZALO: Zunächst zur historischen Entwicklung der Partei, und den Lehren, die wir daraus ziehen. Wir unterteilen die Geschichte der Partei in drei Abschnitte, die ihre Entsprechung in den drei historischen Momenten der zeitgenössischen peruanischen Gesellschaft haben. Der erste Moment, die erste Phase, ist die Gründung der Partei, bei der wir das Glück hatten, auf José Carlos Mariátegui, einen kompromisslosen Marxisten-Leninisten, zählen zu können. Aber wie es nicht anders sein konnte, wurde Mariátegui noch zu seinen Lebzeiten bekämpft und abgelehnt. Die Partei wich von seiner Linie ab, und der Gründungsparteitag, den er als unerledigte Aufgabe hinterlassen hatte, wurde niemals durchgeführt, denn, wie wir alle wissen, verabschiedete jener Parteitag, der dann Gründungsparteitag genannt wurde, die Linie der sogenannten "Nationalen Einheit", die den Thesen Mariáteguis vollkommen widersprach. In der Folge schlug die Partei den Weg des Opportunismus ein, sie geriet erst unter den Einfluss des Browderismus, dem del Prado nahestand, und dann unter den des zeitgenössischen Revisionismus. All das führte zu einem zweiten historischen Moment, dem des Wiederaufbaus der Partei, der im wesentlichen ein Kampf gegen den Revisionismus war; es handelt sich dabei um eine Periode, die sich Anfang der sechziger Jahre klarer und eindeutiger abzuzeichnen begann. Dieser Prozess führte die Parteibasis dazu, sich gegen die revisionistische Führung zusammenzuschließen und sie, wie ich bereits erwähnte, auf der 4. Parteikonferenz im Januar 1964 aus der Partei auszuschließen. Die Phase des Wiederaufbaus dauerte bis zum Jahr 1978/79. Um diese Zeit herum endete der zweite Moment, und wir traten in den dritten Moment ein, den Moment der Führung des Volkskrieg, in dem wir uns gegenwärtig befinden.

Welches sind die Lehren, die wir daraus ziehen können? Die erste Lehre ist die Bedeutung der einheitlichen ideologischen und politischen Basis der Partei und ihre Beziehung zum Zweilinienkampf. Ohne diese Grundlage und ihre drei Elemente, 1) der Marxismus-Leninismus-Maoismus, Gonzalo-Ideen, 2) das Programm und 3) die politische Generallinie, fehlt jegliche Grundlage für den ideologisch-politischen Aufbau der Partei. Andererseits kann es ohne den Zweilinienkampf kein einheitliche ideologische und politische Basis der Partei geben.

Ohne den entschlossenen und umsichtigen Zweilinienkampf in der Partei ist es weder möglich, eine feste Verankerung in der Ideologie zu erreichen, noch das Programm und die politische Generallinie festzulegen, zu verteidigen, anzuwenden oder gar weiter zu entwickeln. Für uns ist der Zweilinienkampf von grundsätzlicher Bedeutung, was damit zusammenhängt, dass wir entsprechend des universellen Gesetzes des Widerspruchs die Partei als einen Widerspruch verstehen. Die zweite Lektion ist die Bedeutung des Volkskrieges. Die zentrale Aufgabe einer kommunistischen Partei besteht darin, die Macht für die Arbeiterklasse und das Volk zu erobern. Nachdem die Aufbauphase einer Partei abgeschlossen ist, muss sie unter Berücksichtigung der konkreten Bedingungen daran gehen, die Macht zu erobern, und das kann sie nur mit dem Volkskrieg erreichen. Die dritte wichtige Lektion bezieht sich auf die Heranbildung einer Parteiführung. Die Führung ist von entscheidender Bedeutung und kann nicht improvisiert werden. Es erfordert viel Zeit, harte Arbeit und mühevollen Kampf, eine Führung heranzubilden, ganz besonders, wenn es darum geht, einen Volkskrieg anzuführen. Eine vierte Lehre, die wir ziehen können, ist die Notwendigkeit, den Aufbau auf die Eroberung der Macht auszurichten. Denn so wie man einen Volkskrieg führt, um die Macht zu erobern, so muss man auch die Machtübernahme aufbauen. Was wollen wir damit sagen? Es müssen Organisationen geschaffen werden, die denen der Reaktion überlegen sind. Wir glauben, dass das die wichtigsten Lektionen sind. Eine letzte ist der proletarische Internationalismus. Wir müssen uns immer als Teil des internationalen Proletariats verstehen, die Revolution immer als Teil der Weltrevolution begreifen, den Volkskrieg - so wie es die Parole der Partei sagt - im Dienste der Weltrevolution entwickeln. Warum? Weil eine kommunistische Partei letztendlich ein unumstößliches Ziel hat, den Kommunismus. Und, wie der Marxismus festgelegt hat, treten wir in ihn entweder alle gemeinsam ein oder überhaupt nicht. Wir halten dies für die wichtigsten Lehren, die wir anführen können.


EL DIARIO: Fahren wir mit dem gleichen Thema fort. Warum misst die PCP der Fraktion, jener Fraktion, welche die Partei wiederaufbaute, so große Bedeutung zu?

VORSITZENDER GONZALO: Das ist ein wichtiges Thema, das außerhalb der Reihen der Partei kaum bekannt ist. Beginnen wir folgendermaßen: Lenin sprach von der Fraktion als einer Gruppe von Menschen, die sich auf einer soliden Grundlage zusammenschließen, um die Prinzipien in ihrer reinster Form anzuwenden, und dabei ihre politischen Positionen offen auf den Tisch legen mit dem Ziel, den internen Kampf voranzutreiben und die Partei weiter zu entwickeln. Wir stützten uns auf die leninistische Auffassung, als wir die Fraktion bildeten. Sie begann sich Anfang der sechziger Jahre zu formieren, was im Zusammenhang mit dem weltweiten Kampf zwischen Marxismus und Revisionismus zu sehen ist, der natürlich auch in unserem Land widerhallte. Die Mitglieder der Fraktion begannen, darüber nachzudenken, wie die Revolution in Peru durchzuführen sei, und entdeckten viele dieser Fragen in den Werken des Vorsitzenden Mao Tse-tung, die zu jener Zeit nach Peru gelangten. Welche Fragen stellten wir uns? Wir sagten uns, dass die Revolution in Peru eine Partei mit soliden ideologischen und politischen Grundlagen braucht, dass die Bauern die Hauptkraft in unserer Gesellschaft sind, während das Proletariat die führende Klasse ist, und der Weg vom Land in die Stadt führt; das waren unsere Ausgangspunkte. Die Fraktion diente dem Kampf gegen den Revisionismus von del Prado, und wir waren ein Teil derer, die sich zusammentaten, um die Reihen der Partei zu säubern und die Clique um del Prado auszuschließen.

Neben unserer Fraktion bestanden innerhalb der Partei noch andere Fraktionen, eine unter der Führung von Paredes und zwei, die verdeckt agierten, d. h. nicht die leninistischen Kriterien hinsichtlich einer Fraktion anwandten, sondern sich wie eine Partei innerhalb der Partei verhielten. Ich beziehe mich auf Patria Roja mit ihrer sogenannten "Tschingkang-Gruppe" und auf die selbsternannte "bolschewistische" Gruppe. Und daneben gab es unsere Fraktion, deren Zentrum die Region um Ayacucho war. Nachdem die betreffende Linie auf der 5. Parteikonferenz verabschiedet worden, beschäftigte sich die Fraktion mit dem Problem des Aufbaus der drei Instrumente der Revolution. Dadurch spitzte sich der interne Kampf zu, doch da er schlecht geführt wurde, bewirkte er keinen stärkeren Zusammenhalt, sondern die Partei fiel auseinander. So spaltete sich zuerst Patria Roja ab, d. h., sie wurden aus der Partei ausgeschlossen, weil sie eine rechtsopportunistische Linie verfolgten, sich gegen den Vorsitzenden Mao Tse-tung und Mariátegui wandten und die Existenz einer revolutionären Situation in Peru bestritten. Es blieben drei Fraktionen übrig.

Auf der 6. Parteikonferenz im Jahre 1969 wurden die einheitliche ideologische und politische Basis der Partei und der Wiederaufbau der Partei beschlossen, zwei Punkte, welche die Fraktion neben anderen grundsätzlichen Fragen bereits auf einer Sitzung der erweiterten Politischen Kommission im Jahre 1967 vorgeschlagen hatte. Paredes und seine Gruppe waren weder mit dem Wiederaufbau der Partei noch mit der einheitlichen ideologischen und politischen Basis der Partei einverstanden, und da sie die Partei nicht kontrollieren konnten, schmiedeten sie einen Plan, um sie zu sprengen. So war ihr hinterhältiger Plan. Diesem Rechts-Liquidatorentum traten wir mit einem harten Kampf entgegen, bis auf diese Weise zwei Fraktionen übrig blieben, die unsrige und die selbsternannte "bolschewistische" Gruppe. Diese entwickelte nun ein Links-Liquidatorentum. Sie vertrat, dass Stabilität bestände und folglich keine revolutionäre Situation existiere, dass der Faschismus alles zerstöre, dass man keine Arbeit unter den Massen machen könne, dass man den Parteinachwuchs in Seminaren schulen müsse etc.

Dieser Kampf endete damit, dass unsere Fraktion allein den Wiederaufbau der Partei übernahm. Lenin sagte, dass ab einem bestimmten Moment eine Fraktion, die konsequent ist, die Partei wieder aufbauen muss. Diese Aufgabe übernahm unsere Fraktion. An dieser Stelle könnte man fragen: Warum betrieb die Fraktion den Wiederaufbau der Partei? Warum gründet sie keine andere, wie es Mode war und immer noch ist? Der erste Grund ist, dass die Partei 1928 auf eindeutig marxistisch-leninistischer Basis gegründet wurde und umfassende Erfahrungen, sowohl positiver als auch negativer Art gesammelt hatte. Doch es gibt noch einen anderen Grund. Lenin lehrt uns: Wenn jemand einer Partei angehört, die von den Grundsätzen abweicht, vom Kurs abkommt oder in den Opportunismus abrutscht, hat er die Pflicht, alle Anstrengungen zu unternehmen, um sie auf den richtigen Weg zurückzubringen, andernfalls begeht er ein politisches Verbrechen. Die Bedeutung der Fraktion liegt darin, dass sie diese Aufgabe übernommen und dem Wiederaufbau der Partei gedient hat, angefangen mit dem ideologisch - politischen Aufbau, dessen Ausgangspunkt der Maoismus war, den wir damals Mao Tse-tung - Gedanken nannten, bis zur Festlegung der politischen Generallinie. Die Fraktion hat das große Verdienst, die Partei wieder aufgebaut zu haben, und damit gab es das Instrument, den "heldenhaften Kämpfer", eine kommunistische, marxistisch-leninistisch-maoistische Partei neuen Typs, die organisierte politische Avantgarde - nicht die "politisch-militärische Organisation", wie einige fälschlicherweise zu sagen pflegen -, die Partei, die notwendig ist, um mit der Waffe in der Hand im Volkskrieg die Eroberung der Macht in Angriff zu nehmen.