Wednesday, August 22, 2018

Tjen Folket: Über den Kampf gegen die rechte Linie


Im Folgenden dokumentieren wir die uns zugesandte deutsche Übersetzung der Stellungnahme von den Genossen der Organisation Tjen Folket in Norwegen die Ende letzter Woche auf Englisch veröffentlicht wurde.
Wenn im Folgenden von „Dem Volke Dienen“ gesprochen wird, dann nicht, weil diese Webseite gemeint ist, sondern weil die Genossen im englischen Original „Tjen Folket“ (auf Deutsch: „Dem Volke Dienen“) selber wörtlich übersetzt haben und dies entsprechend auch ins Deutsche übersetzt wurde.
Die Verantwortung für die Fußnote obliegt allein den Übersetzern.

Über den andauernden Kampf gegen die rechte Linie in Dem Volke Dienen

Stellungnahme der Führung innerhalb der Kommunistischen Liga - Dem Volke Dienen, August 2018
Im Frühling 2018 initiierte die Führung von Dem Volke Dienen einen Kampf gegen die rechte Linie in der Liga. Diese Linie kam zum Ausdruck in Verbindung mit und in der Betrachtungsweise von SOS Rassismus1, sowie in der Behandlung von Genossen innerhalb und außerhalb der Liga.
Dieser Kampf ist umfassend und gründlich. Er widmet sich einer lange Reihe von Problem die in zwei Kategorien eingeteilt werden können: Die Methoden der Führung und die politisch-ideologische Linie. Der Kampf hat zu großen Veränderungen in der Führung der Liga geführt. Wir sind uns sicher, dass der Kampf in der kommenden Zeit auch zu großen Änderungen und Fortschritten führen wird. Diese kurze und begrenzte Stellungnahme wird nicht in jedes Detail und auf jeden Seite des Kampfes eingehen.
Der Zweck dieser Stellungnahme der Führung, im Auftrag der Liga, ist es öffentlich Selbstkritik zu beziehen, insbesondere gegenüber Leuten die unfair und schlecht behandelt wurden. Wir möchten auch eine etwas allgemeinere Selbstkritik machen, die an alle Mitglieder und Freunde der Liga gerichtet ist, ob sie in Norwegen oder im Ausland sind.
Der Kampf hat bis jetzt zu Ausschlüssen, Suspendierungen und Austritten geführt, doch eine klare Mehrheit der Liga hat diesen Kampf unterstützt. Die wichtigste Sache zur Kenntnis zunehmen ist der Ausschluss eines führenden Mitglieds, der an die Spitze der Entwicklung der Linie für die Arbeit mit SOS Rassismus war und dafür bekannt war, Leute auf eine zutiefst verwerfliche Art zu behandeln. Während seiner Kommunikation mit den Kontakten der Liga im Ausland hat diese Person, selbst nach ihrer Suspendierung und ihrem Ausschluss, damit weiter gemacht zu behaupten sie würde im Auftrag der Liga sprechen. Dies ist ein wichtiger Faktor in unserem Entschluss diesen Ausschluss zu veröffentlichen. Wir halten unsere Kontakte dazu an, vor jedwedem Missbrauch des Namens der Liga auf der Hut zu sein.
Die Suspendierung und der anschließende Ausschluss ist ein Resultat der systematischen Manipulation und Täuschung dieser Person gegenüber jenen, die ihn umgaben. Die fragliche Person hat böses Blut zwischen der Liga und früheren Mitgliedern und Freunden sowie verschiedenen anderen Leuten verursacht, unter anderem durch sein rücksichtsloses und ungenossenschaftliches Verhalten in Sozialen Medien. Ein Beispiel ist, wie diese Person sich gegenüber jungen Sozialisten, mit aufdringlichem und respektlosem Verhalten, auf Facebook verhalten hat. Wir haben eine große Aufgabe vor uns mit dem Versuch einige der Schäden die diesbezüglich angerichtet wurden wieder wett zu machen. Es tut uns auf das tiefste Leid, dass wir zu den Aktivitäten der fraglichen Person beigetragen haben und dieser Person unverdientes Vertrauen gegeben haben. Wir beziehen in dieser Frage aufs tiefste Selbstkritik und versprechen Anstrengungen zu unternehmen um von unseren Fehler zu lernen.
Politisch, war der ansonsten größte Fehler die politische Naivität und moralisch nicht rechtfertigbare Aktivität bezüglich SOS Rassismus. Zum Beispiel denken wir, dass es grundlegend falsch war zu der Abhängigkeit der Organisation auf staatliche Finanzierung beizutragen und der Fakt, dass diese sehr exponiert für die Behörden, die Medien, die Polizei und die Faschisten war. Das war der Schlüssel der es dem Feind ermöglicht hat, großen Schaden an der Organisation, seinen Repräsentanten und Aktivisten mit ihren Angriffen anzurichten. Wir beharren darauf, dass es ein grundlegendes Fehlen einer selbstkritischen Einschätzung der Arbeit mit und des Prozesses gegen SOS Rassismus gab. Weder SOS Rassismus selbst, noch die kommunistischen Aktivisten, habe irgendeine Art von kritischen Einschätzung ihrer eigenen Arbeit gemacht. Der Schaden an der Organisation wurde, sowohl nach innen als auch nach außen, ausschließlich als ein Resultat äußerer Umstände (Angriffe von Außen) dargestellt. Es wurde so aussehen gelassen, als ob die Entscheidungen die von führenden Aktivisten und Kommunisten gemacht wurden keinen Einfluss auf die Organisation gehabt hätten als diese Bankrott ging und in der Praxis zu existieren aufhörte.
Als Maoisten beharren wir darauf, dass es grundlegend falsch ist nicht auf die inneren Widersprüche zu schauen, wenn man untersucht, wie man von außen beeinflusst wird. Als Grundregel ist der innere Widerspruch die Hauptsache im Verhältnis zwischen äußeren Einflüssen und inneren Widersprüchen. Wir beharren darauf, dass die Angriff auf SOS Rassismus nur den Effekt haben konnten den er hatte, auf Grund der Beschlüssen die innerhalb der Organisation getroffen wurden. Mehrere Aktivisten von Dem Volke Dienen waren auch Aktivisten in SOS Rassismus und einige von ihnen haben zu einigen falschen und sehr schädlichen Entscheidungen beigetragen. Dies war nicht nur ein Resultat persönlicher Entscheidungen, sondern auch auf Grund der falschen Linie der Organisation. Unsere Liga hat dementsprechend die Verantwortung dem gegenüber bewusst und selbstkritisch zu sein.
Als Maoisten beharren wir darüber hinaus darauf, dass es grundsätzlich falsch ist keine Selbstkritik von den Massen zu machen wenn man Fehler gemacht hat. Selbstkritik ist nicht, nur von seinen eigenen Fehlern zu lernen, sondern auch dazu beizutragen, dass mehr davon lernen können. Gute Kommunisten verstecken sich nicht vor öffentlicher Selbstkritik wenn diese angebracht ist.
Die rechte Linie hat nach und nach das Wort “Maoismus” angenommen, aber niemals Maoismus angewandt. Sie hat sich nur im Wort, nicht aber in der Tat, dazu hingegeben dem Volk zu dienen. Im Gegenteil hat sie sich als manipulativer Opportunismus und Revisionismus durch und durch gezeigt. Hiermit erklären wir, dass wir mit dieser Linie gebrochen haben und in dem Prozess sind unsere eigenen Fehler zu korrigieren und unsere Arbeit in Übereinstimmungen mit den Interessen des Proletariats und der Ideologie des Proletariats - dem Maoismus - entwickeln.
Wir bitten unsere Freunde in Norwegen und im Ausland auf der Hut zu sei vor feindlichem Missbrauch des Namens der Liga und ihrem Geld. Wir wissen, dass der Missbrauch von Ressourcen die der Liga gehören bereits stattgefunden hat und das es den Versuch gab in unserem Namen von anderen Geld zu bekommen. Dies ist für uns keine Überraschung, aber wir müssen darum bitten vertrauensvoll sicherzustellen, das es tatsächlich die Liga ist mehr der man in Kontakt steht – und nicht mit einem falschen „Repräsentanten” von uns.
Die Kommunistische Liga - Dem Volke Dienen wird offiziell über Tjen Folket Media mit der Webseite tjenfolket.no (und tjen-folket.no), der E-Mail-Adresse post@tjen-folket.no und der Facebook-Seite Tjen Folket Media (facebook.com/tjenfolketmedia) kommunizieren. Sollte man Kontakt mit Einzelpersonen oder klandestinen Profilen haben, gibt es keinen sicheren Weg festzustellen ob diese tatsächlich die Liga repräsentieren. Aktivisten und Einzelpersonen, wenn nicht formal erklärt, repräsentieren die Liga nicht. Wir haben keinen öffentlichen Sprecher und keine Postanschrift in Haugesund mehr. Sollte man im jetzigen Moment die Liga kontaktieren wollen, muss man dies über Tjen Folket Media per E-Mail oder die Kontaktrubrik auf tjenfolket.no machen.
Zusammenfassend wiederholen wir, dass diese Stellungnahme nur bezüglich eines kleinen Teils der Korrekturkampagne ist in der sich die Liga grade befindet. Wir werden mit den verschiedenen guten Seiten unserer Arbeit weitermachen, die hauptsächlich von jenen gemacht wurden die seit geraumer Zeit auf der Seite der Linken in der Liga stehen. Aber wir werden dabei blieben uns zu verbessern und insbesondere unsere Massenarbeit auf ein höheres Niveau zu heben. Und wir halten alle Freunde der Liga an mit Kritik, die uns entwickelt und verbessern kann, beizutragen!
Es lebe der Kampf gegen die Rechte Opportunistische Linie!
Wendet Kritik und Selbstkritik frei von Ängsten an und führt den Zweilinienkampf weiter!
Vorwärts mit dem Wiederaufbau der Kommunistischen Partei als eine maoistische Partei!

1 SOS Rassismus ist, wie die Genossen im weiteren in ihrer Stellungnahme schreiben, eine Organisation mit partieller Personenüberschneidung mit Tjen-Folket. Vor wenigen Jahren wurde sie seitens des norwegischen Staates mit massiver Repression überzogen und eine mediale Hetzkampagne in der bürgerlichen Presse gegen sie losgetreten. Es wurde der Vorwurf in den Raum gestellt, SOS Rassismus habe von Staat Geld erhalten, dieses aber zweckentfremdet. Der interessierte Leser findet auf der Seite der norwegischen Genossen mehr über diesen Fall.