Mittwoch, 29. Juni 2011

Die Krise und der Gold

In die letzten Jahre ist die Nachfrage von Gold weltweit sehr hoch gestiegen. Mehrere Medien haben darüber berichtet. Uns interessiert vor allem die Berichte von letztem und diesem Jahr über das kleine Dorf Huepetuhe (Departement Madre de Dios im peruanischen Amazonasgebiet). Madre de Dios hat den dritten Platz in Goldproduktion in Peru – nach den Monsterunternehmen Newmont Mining und Barrick Gold.

Dort handelt es sich nicht nur um die Gier ein paar reiche Familien oder die ‚illegale’ Goldsucher, die auf die Natur keine Rücksicht nehmen. Sondern, es berührt die Ausbeutung und Unterdrückung von Tagelöhner, Mädchenhandeln, Staatskorruption, Mafia und Umweltkatastrophe. Wie wir schon bescheid wissen, ist das Alles nur ein Teil dieses imperialistischen System, in dem wir leben müssen. Die Menschheit wird diese Probleme nie in dieses System lösen. Deshalb müssen wir diese Probleme aus einer marxistischen Weltanschauung sehen. Wir müssen das Problem der Klasse, des Imperialismus und der Großbourgeoisie erkennen.

Der Imperialismus beutet alle Reichtümer ohne Bedenken auf Menschen, Tiere, Pflanzen, etc. aus, vor allem in die unterdrückten Länder Lateinamerikas, Afrikas, Asiens, wo billige Arbeitskräfte und Lakaistaaten gibt.

Peru ist weltweit ein der größter Exportland von Gold. Es gibt mehr als zehn Tausend Menschen, die seit Jahren davon (über)leben Das Geschäft mit dem Gold ist es ein Teufelskreis, in dem die sogenannten illegalen Goldsucher bis zu Hälfte ihrer Beutel an den große Minenbesitzer mitgeben müssen. Der Gold wird durch die ‚legalen‘ Goldsucher legalisiert, wie die Blutdiamanten aus Afrika, und durch staatliche Genehmigungen an den großen imperialistischen Firmen verkauft. Der korrupte peruanische Staat kontrolliert der Goldhandel und versucht es zu monopolisieren.

In Peru sowie in allen Ländern der Dritten Welt basiert sich die nationale Wirtschaft in Übernutzung der Arbeitskräfte, um den ökonomischen Prozess voranzutreiben. Es gibt sogar über 2 Millionen arbeitende Kinder und Teeneger, die vor allem in Amazonasgebiet und Teil des Hochlands ausgenutzt werden (nach offiziellen Angaben einer staatlichen Institution, die das Statistische Bundesamt Deutschland in die BRD entspricht – wir haben davon berichtet). Der peruanische Staat ist nicht in der Lage, finanziell die Kleine- und Mittelunternehmen mit Kredite und technischer Beratung zu unterstützen. Der Staat nutzt die Misere der Massen aus, vor allem von den ethnischen Minderheiten, die Ansiedler, die immer unterdrückt waren und sind. Sie werden als Tagelöhner oder unter anderen billigen Arbeitsformen ausgebeutet und arbeiten unter menschenunwürdigen Bedingungen. Wenn sie nützlich für den alten Staat sind, werden sie ‚sehr gut verbraucht’. Aber wenn nicht, dann werden sie zum Last und werden angegriffen, wie heutzutage mit dem Vorwand der Umweltkatastrophe. Seit 2009 gibt es immer wieder Massenkämpfe in Madre de Dios, sogar Tote hat es gegeben, weil der Staat Genehmigungen zum angeblichen Schutz der Umwelt erteilte, um die Schwimmbagger der ‚Informalen’ durch militärische und polizeiliche Großeinsatz nicht nur zu vernichten, sondern vor allem zu beschlagnahmen.

Das Problem der Umwelt liegt bei: wo für und zu Gunsten von wen werden alle Reichtümer ausgebeutet? Wie dient die Natur dem Mensch und wer dienen die produktive Kräfte und die Produktionsmitteln? Dabei sollen wir beachten, dass die Natur ein Mittel in dieses System ist, um die Menschen auszubeuten. Die Natur dient dem Interesse der großen Imperialisten und Großbourgeoisie.

Schon seit Engels wissen wir: „der Mensch macht sie [die Natur] durch seine Änderungen seinen Zwecken dienstbar, beherrscht sie. […] Und in der Tat lernen wir mit jedem Tage ihre Gesetze richtiger verstehen und die näheren und entfernteren Nachwirkungen unserer Eingriffe in den herkömmlichen Gang der Natur erkennen. Namentlich seit den gewaltigen Fortschritten der Naturwissenschaft in diesem Jahrhundert werden wir mehr und mehr in den Stand gesetzt, auch die entfernteren natürlichen Nachwirkungen wenigstens unserer gewöhnlichsten Produktionshandlungen kennen und damit beherrschen zu lernen. Je mehr dies aber geschieht, desto mehr werden sich die Menschen wieder als eins mit der Natur […] fühlen […].Hat es aber schon die Arbeit von Jahrtausenden erfordert, bis wir einigermaßen lernten, die entferntern natürlichen Wirkungen unserer auf die Produktion gerichteten Handlungen zu berechnen, so war dies noch weit schwieriger in Bezug auf die entfernteren gesellschaftlichen Wirkungen dieser Handlungen. […]Um diese Regelung aber durchzuführen, dazu gehört mehr als die bloße Erkenntnis. Dazu gehört eine vollständige Umwälzung unserer bisherigen Produktionsweise und mit ihr unserer jetzigen gesamten gesellschaftlichen Ordnung. […]Alle höheren Formen der Produktion aber sind zur Trennung der Bevölkerung in verschiedne Klassen und damit zum Gegensatz von herrschenden und unterdrückten Klassen vorangegangen; damit aber wurde das Interesse der herrschenden Klasse das treibende Element der Produktion, soweit diese sich nicht auf den notdürftigsten Lebensunterhalt der Unterdrückten beschränkte. Am vollständigsten ist dies in der jetzt in Westeuropa herrschenden kapitalistischen Produktionsweise durchgeführt. Die einzelnen, Produktion und Austausch beherrschenden Kapitalisten können sich nur um den unmittelbarsten Nutzeffekt ihrer Handlungen kümmern. Ja selbst dieser Nutzeffekt – soweit es sich um den Nutzen des erzeugten oder ausgetauschten Artikels handelt – tritt vollständig in den Hintergrund; der beim Verkauf zu erzielende Profit wird die einzige Triebfeder.“ (Engels, Friedrich: Anteil der Arbeit an der Menschwerdung des Affen, S.12-17)

Um weiter darüber zu sprechen, sollen wir berücksichtigen: das ökonomisches und politisches System in Peru ist das Bürokratischen Kapitalismus über die Grundlage von Semifeudalität und imperialistische Herrschaft, hauptsächlich Yankee. Der Imperialismus ist die gegenwärtige und letzte Etappe des Kapitalismus. Zu diesem imperialistischen Weltsystem gehört das Land Peru zu den unterdrückten Ländern als halbkoloniales Land. Es bestimmt, dass alle Übel dieses System noch tiefer und härter auf ihm auswirkt, wie wir oben gelesen haben. Aber auch das Problem der Prostitution hat seine Grundlage auf dieses. Die Prostitution gibt es immer innerhalb spezifischer Bedingungen, auch in dem imperialistischen System. In Länder der Dritten Welt ist der Menschenhandel ein Ausdruck und Wirkung des Imperialismus in ein halbfeudales Land. Dort ist die Prostitution immer mit dem Knechtschaft und Dienerschaft verbunden. Der Mädchenhandel ist neben der Gold der größten Einnahmequelle in Madre de Dios. Warum ist es so? Wegen die konkrete Bedingungen des Landes: halbfeudal und halbkolonial, Arbeitsmangel und Misere. Also, die Lösung des Problems liegt bei der Lösung der Frage der Frau sowie bei der Lösung der halbfeudalen Ausbeutung als Ausdruck der Ausbeutung und Unterdruckung des Menschen durch den Menschen in den Dritten Welt durch das imperialistische System.

Für uns ist die Hauptsache die Revolution, weil die Zukunft der Menschheit und der Unwelt bei den Händen der KommunistInnen liegt.