Wir teilen hier eine inoffizielle Übersetzung einer Erklärung der Volksbewegung Peru(MPP), veröffentlicht auf der Webseite des Verein Neue Demokratie – Deutschland:
Proletarier aller Länder, vereinigt euch!
GEGEN DEN MILITÄREINSATZ DES YANKEE-IMPERIALISMUS IN VENEZUELA
In den letzten Tagen dieses Monats diesen Jahres
wurde in peruanischen und internationalen Zeitungen in verschiedenen
Artikeln Folgendes berichtet:
„Die Trump-Regierung hat die Stationierung von drei
US-Kriegsschiffen vor der Küste Venezuelas angeordnet und damit alte
Gerüchte über eine Militärintervention zum Sturz von Nicolás Maduro
wieder aufleben lassen, der daraufhin mit der Mobilisierung von Truppen
reagiert hat.“
Die obige Ankündigung und die eklatant
interventionistische Haltung des Yankee-Imperialismus unter Führung von
Trump gegenüber Mexiko, Kolumbien, Brasilien usw. unter dem Vorwand der
mangelnden Zusammenarbeit ihrer Regierungen im Kampf gegen das
organisierte Verbrechen, den sogenannten „Narkoterrorismus“, die
„illegale Einwanderung“, die eine Bedrohung für die Sicherheit der
Vereinigten Staaten selbst darstelle, oder die „ungerechtfertigte
juristische Verfolgung von Bolsonaro in Brasilien“, und andere Maßnahmen
und Aussagen des Präsidenten selbst und anderer Behörden des
Yankee-Imperialismus, erfordern unsere Analyse und Stellungnahme.
Wir beginnen damit, dass wir für die Menschen in
Venezuela und Lateinamerika Partei ergreifen, die Teil der riesigen
Masse unterdrückter Nationen sind, Nationen in Formierung, und die das
Fundament der proletarische Weltrevolution bilden.
Wir verurteilen, lehnen ab und prangern die
zunehmende Einmischung des Yankee-Imperialismus in die inneren
Angelegenheiten Venezuelas und aller unserer Länder an. Dabei drohen
diese nicht nur mit der Anwendung politischer, wirtschaftliche und
anderer Maßnahmen, sondern vor allem drohen sie glaubwürdig ihre
militärische Macht in ihrer Eigenschaft als einzige hegemoniale
imperialistische Supermacht einzusetzen, um ihre politischen,
wirtschaftlichen und militärische Pläne umzusetzen.
Wir bringen die Notwendigkeit zum Ausdruck, den
Yankee-Imperialismus und die anderen Imperialisten, sowie die gesamte
weltweite Reaktion, mit Volkskrieg vom Antlitz der Erde zu fegen.
Eine Zusammenfassung des militärischen Einsatzes des Yankee-Imperialismus:
Drei Zerstörer werden zusammen mit 4.500
Marinesoldaten und zwei weiteren Schiffen in internationalen Gewässern
vor der Küste Venezuelas stationiert. Dies fällt mit der Erhöhung der
Belohnung für die Ergreifung Maduros auf 50 Millionen Dollar und der
Einstufung des sogenannten „Sonnenkartells“, einer angeblichen
Drogenbande unter der Führung des venezolanischen Präsidenten, als
Terrororganisation zusammen.
– Was ist über diesen Einsatz bekannt?
Die Iwo Jima Amphibious Ready Group – zu der die
USS San Antonio, die USS Iwo Jima und die USS Fort Lauderdale mit 4.500
Seeleuten gehören – und die 22. Marine Expeditionary Unit mit, laut
Angaben des Verteidigungsministeriums 2.200 Marines, sind auf dem Weg in
die Region.
Sie verließen Norfolk in Virginia, Anfang dieser
Woche, mussten aber umkehren, um Hurrikan Erin zu entgehen. Sie werden
voraussichtlich bald wieder im Marsch gesetzt und voraussichtlich in den
nächsten Tagen eintreffen. Außerdem würden mehrere P-8
Überwachungsflugzeuge und ein U-Boot in der Region stationiert, hieß es
von offizieller Seite.
Bei den Zerstörern, die sich auf ein Gebiet außerhalb
venezolanischer Gewässer zu bewegen, handelt es sich um die USS Jason
Dunham und die USS Gravely, beides Kriegsschiffe, die kürzlich an der
Aggression gegen den Jemen im Roten Meer beteiligt waren. Ein dritter
Zerstörer, die USS Sampson, die sich derzeit im Ostpazifik befindet,
könnte bald hinzukommen, sagte ein Beamter.
Bei diesen Kriegsschiffen handelt es sich um
Lenkwaffenzerstörer der Arleigh-Burke-Klasse, die mit über 90 Raketen,
darunter auch Boden-Luft-Raketen, ausgerüstet sind. Sie können
Flugabwehr und U-Boot-Abwehr, sowie ballistische Raketen abschießen.
Ihre Anwendung gegen Drogenkartelle wäre, als würde man „eine Haubitze
zu einem Messerkampf mitbringen“, sagte ein Militärsprecher am
Donnerstag.
Das Ausmaß der vom Pentagon mobilisierten Kräfte und
Trumps Anordnung lassen darauf schließen, dass die Regierung Maßnahmen
erwägt, die weit über die maritimen Strafverfolgungsmaßnahmen
hinausgehen. „Indem Präsident Trump drei Arleigh-Burke-Zerstörer vor die
Küste Venezuelas schickt, verschafft er sich mit Tomahawk-Raketen eine
ernsthafte Angriffskapazität für Landangriffe“, sagte Admiral James
Tavridis, ehemaliger und inzwischen pensionierter Chef des US Southern
Command. „Außerdem gibt es hochentwickelte
Geheimdienstinformationssammlung, sechs moderne Hubschrauber, 1.000
Seeleute und eine hochentwickelte Kommandozentrale werden eingesetzt, um
‚Anti-Drogen-Operationen auf See‘ durchzuführen.“
Die konkreten operativen Absichten der Regierung
werden ungewöhnlich geheim gehalten, sogar innerhalb der Exekutive, so
mehrere Offizielle. Es bleibt unklar, welche Kriterien oder Regeln die
Regierung erwägt, um sich durch Operationen mit Waffengewalt zu
engagieren.
Die Quelle der oben genannten Fakten ist die New York Times, „Is the Trump Administration Building Up to a Military Confrontation With Venezuela?“, 25. August 2025.
– Der Völkermörder Trump rechtfertigt die Operation als Kampf gegen den Drogenhandel.
„Trump ist bereit, alle Mittel der amerikanischen
Macht einzusetzen, um zu verhindern, dass Drogen unser Land
überschwemmen, und u die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen“, sagte
die Sprecherin des Weißen Hauses, Karoline Leavitt, auf die Frage nach
einer möglichen Truppenmobilisierung. „Die Regierung Maduro ist nicht
die legitime Regierung Venezuelas. Es handelt sich um ein
Drogenterrorkartell“, fügte sie hinzu.
Des weiteren:
– Es gibt keine klaren Informationen darüber, wo oder wann die US-Flotte in der südlichen Karibik eintreffen wird.
– Maduro mobilisiert Truppen und ruft die Bolivarische Miliz zusammen.
– Experten gehen von einer geringen Invasionswahrscheinlichkeit, aber einem hohen politischen Druck aus.
Kontroverse Fakten, die wir der vorherigen Medienzusammenfassung hinzufügen:
– Die venezolanischen Behörden kündigten die
Mobilisierung von 15.000 Soldaten an der Grenze zu Kolumbien an, auch
für Anti-Drogen-Operationen, während die Regierung von Nicolás Maduro
die US-Mobilisierung als „Eskalation feindlicher Aktivitäten“
verurteilt.
– Caracas forderte am Dienstag bei den Vereinten
Nationen „die sofortige Einstellung des US-Militäreinsatzes in der
Karibik“, heißt es in einer Erklärung. Außenminister Yván Gil bat um die
„Unterstützung“ von UN-Generalsekretär Antonio Guterres, um „die
Vernunft wiederherzustellen“.
– Die derzeitige Trump-Regierung nahm jedoch
frühzeitig Kontakte zum Chavismus auf, um die Abschiebung von
Venezolanern ohne Aufenthaltspapiere in den Vereinigten Staaten zu
koordinieren.
– Tatsächlich sind trotz der Spannungen weiterhin Flugzeuge mit Abgeschobenen in Venezuela angekommen.
- Dasselbe gilt für Öl. Nachdem Trump die Einstellung
der Geschäftstätigkeit des Ölgiganten Chevron angeordnet hatte,
genehmigte er die Erneuerung einer Sondergenehmigung, die das Embargo
umgeht.
– „Wir warten jeden Tag auf ein Schiff, und die
Wahrheit ist, dass es sich bei den abfahrenden Schiffen um Ölschiffe
handelt; einige von ihnen kamen von Chevron in die Vereinigten Staaten“,
sagte der Vizepräsident und Minister für Kohlenwasserstoffe Delcy
Rodríguez am Montag.
(Sie bringt zum Ausdruck, dass die Regierung die
Drohung einer Intervention herunterspielen müsse, weil dies die
Regierung destabilisiere, wie ein Kolumnist einer reaktionären
peruanischen Zeitung sagt: „Sie könnte einige venezolanische Generäle
ermutigen, gegen Maduro vorzugehen“; sie weist auch darauf hin, dass sie
unter existenziellem Druck verhandeln.)
Wir wissen, dass der Plan des Yankee-Imperialismus
für eine neue Verteidigungsstruktur für die westliche Hemisphäre seit
Jahrzehnten entwickelt wird und seit der vorherigen
Trump-Administration, zusätzlich zu den Kommentaren über die angeblichen
Rechtfertigungen für den massiven Einsatz militärischer Gewalt des
Yankee-Imperialismus in diesem Teil unseres Kontinents. Wir können
Folgendes bestätigen:
– Dass der Yankee-Imperialismus im Rahmen seines
Plans zur Aufrechterhaltung seiner globalen Hegemonie, dessen
strategische Basis unser Kontinent ist, seine Streitkräfte in Südamerika
stationieren und seine militärische Struktur auf den gesamten Kontinent
erweitern muss. Im Norden hat er seine Pläne bereits mit der ersten
Trump-Regierung vorangetrieben, einschließlich der Eingliederung der
mexikanischen Streitkräfte ins Northern Command unter López Obrador. In
Lateinamerika sind sie mit der Einrichtung von Militärstützpunkten, der
Eingliederung der kolumbianischen Streitkräfte in die NATO und den
Seminaren des Southern Command vorangekommen. Die Yankees haben bereits
einen Präzedenzfall geschaffen, nämlich die gemeinsame
Interventionstruppe in Haiti.
– Wir stützen unsere Argumentation auf die Tatsache,
dass der Einsatz militärischer Macht des Yankee-Imperialismus in diesem
Ausmaß seiner nationalen Strategie entspricht. Diese sieht den Einsatz
all seiner politischen, wirtschaftlichen und militärischen Macht nicht
nur in Kriegszeiten, sondern auch in Nichtkriegssituationen zur
Erreichung seiner nationalen Ziele vor. Diese Strategie sieht die
glaubwürdige Drohung mit all seiner militärischen Macht (Abschreckung
durch den Einsatz seiner militärischen Macht) vor, um den Gegner zu
unterwerfen, der eine feindliche Macht oder eine beliebige ausländische
Regierung sein könnte.
– Dass man derzeit nicht bestätigen kann, ob die
militärische Präsenz des Yankee-Imperialismus, wie sie derzeit vor der
Küste Venezuelas stationiert wird, von dauerhaftem Ausmaß sein wird oder
dass es vor der Küste irgendeines anderen unserer Länder eine Präsenz
in diesem Ausmaß annehmen wird.
– Dass wir mit den uns zur Verfügung stehenden
Informationen nicht in der Lage sind, zu bestimmen, welche Form der
Einsatz amerikanischer Streitkräfte in Südamerika im Rahmen der
Entwicklung seiner neuen militärischen Struktur annehmen wird.
– Man kann jedoch ohne Angst vor Irrtümern sagen,
dass wir Zeugen der Umsetzung einer Neuauflage der alten
interventionistischen Politik des Yankee-Imperialismus sind, wie die
„imperialistische Kanonenbootpolitik“ von vor über hundert Jahren.
– Dass es auf der Grundlage der Fakten und Kommentare
weitere sekundäre Ziele für den Einsatz des Yankee-Imperialismus gegen
Venezuela und für die anderen Maßnahmen der Trump-Administration gibt,
auf die wir eingangs hingewiesen haben. Wir möchten jedoch betonen, dass
deren Ergebnisse dem primären Ziel untergeordnet sind, nämlich der
Demonstration einer glaubwürdigen Drohung mit dem Einsatz militärischer
Gewalt durch den Einsatz einer Militärmacht dieses Ausmaßes.
Die sogenannte „Neue Verteidigungsstruktur der
westlichen Hemisphäre“ und der militärische Einsatz des
Yankee-Imperialismus zielen darauf ab, seinen Status als einzige
hegemoniale imperialistische Supermacht weltweit zu verteidigen. Da
Lateinamerika als sein „Hinterhof“ die strategische Basis seiner
globalen Hegemonie ist, zielt der Yankee-Imperialismus als sein großer
Gendarm direkt gegen die Entwicklung der neudemokratischen Revolution
auf unserem Kontinent.
Dem Proletariat Venezuelas bietet sich eine große
Chance, seine Kommunistische Partei zu rekonstituieren. Dies ist eine
Notwendigkeit. Das Proletariat dieses Landes, vertreten durch seine
Avantgarde, muss den bewaffneten Kampf führen, um sich einer
militärischen Intervention des Imperialismus entgegenzustellen, falls es
zu dieser kommt. Doch wie auch immer die Situation sein mag, die
maoistischen Revolutionäre Venezuelas müssen sich an die Spitze des
Kampfes der Massen stellen und danach streben, ihn gegen Imperialismus,
Halbfeudalität und bürokratischen Kapitalismus zu führen. In Mitten des
Kampfes müssen sie ihre Partei konstituieren oder rekonstituieren, um
diesen bewaffneten Kampf in einen Volkskrieg umzuwandeln, ob es zu einer
militärischen Intervention des Imperialismus kommt oder nicht, um den
Volkskrieg zu beginnen und die Revolution zu machen. Das Proletariat,
vertreten durch seine Kommunistische Partei, muss den Volkskrieg mit
oder ohne militärische Intervention des Imperialismus beginnen und
weiterentwickeln, um die neudemokratische Revolution durch zu führen.
Der Yankee-Imperialismus durchlebt eine schwere Krise
als Ausdruck seines eigenen Zusammenbruchs und seines Untergangs. Daher
ist es auch klar, dass er die Situation in Venezuela versucht
auszunutzen, die Ordnung im Inneren wiederherzustellen und im Ausland an
Boden zu gewinnen, weshalb er den Konflikt anheizt. Die
Trump-Administration ist eine gescheiterte Regierung und die
Zwischenwahlen stehen vor der Tür.
Maßnahmen mit großer innenpolitischer Wirkung zielen
darauf ab, Wahlen zu gewinnen. Sie zielen darauf ab, politische
Veränderungen in Venezuela durchzusetzen oder, in diesem Fall, die
Maduro-Regierung oder die Regierungen der anderen oben genannten Länder,
zu zwingen sich den Forderungen der Trump-Administration weiter zu
beugen.
Diese Entwicklung drückt auch die geheime Absprache
und den Kampf zwischen dem Yankee-Imperialismus, der einzigen
hegemonialen Supermacht (dem großen Hund), und der nuklearen Supermacht
Russland (dem dürren Hund) und anderen Mächten aus. In dieser Situation
kommt die Verschwörung als Hauptfaktor zum Ausdruck, aber der Kampf ist
die Basis und drückt sich ebenso aus.
Wir erheben den Slogan der Unterstützung des
venezolanischen Volkes; es ist gut; wir müssen es verbreiten; Der
Einsatz militärischer Gewalt und Drohungen gegen die von Maduro geführte
venezolanische Regierung ist eine arrogante Einmischung des
Yankee-Imperialismus in die inneren Angelegenheiten Venezuelas. Es ist
eine schamlose Aggression gegen ein unterdrücktes Land. Nach dem Zweiten
Weltkrieg haben die Yankee-Imperialisten den Platz der deutschen,
japanischen und italienischen Faschisten eingenommen, daher schließen
wir eine militärische Invasion nicht aus. Der Yankee-Imperialismus
verwüstet Völker und fungiert als reaktionärer Weltgendarm. Der
Yankee-Imperialismus wird als der Weltgendarm und Hauptfeind der Völker
der Welt bezeichnet, weil er es ist.
Wir wissen sehr wohl, dass der Yankee-Imperialismus
trotz seiner mächtigen und hochentwickelten Militärausrüstung seit dem
Zweiten Weltkrieg nur Niederlagen erlitten hat und im erweiterten
Mittleren Osten feststeckt.
Wir glauben, dass Waffen nicht die Hauptsache sind;
die Frage ist, welche Idee die Waffen führt. Die Ideologie ist die Waffe
des Sieges. Das hat uns auch Lenin gelehrt, und das kommt von Marx. Wir
vertreten daher eine strikte
marxistisch-leninistisch-maoistische-Gonzalodenken Position.
Es ist gerecht und notwendig, das venezolanische Volk
zu unterstützen, und wir müssen die Massen mit dem Slogan „Yankee, Go
Home!“ gegen die Pläne des Yankee-Imperialismus mobilisieren.
Yankees raus aus Venezuela und Lateinamerika!
Unterstützen wir das venezolanische Volk!
Volksbewegung Peru
August 2025