Serbien: Zusammenstöße zwischen Demonstranten und Polizei
Am 23. Mai kam es im Zuge einer Protestaktion der Studenten zu Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei. Es gab mehrere Verletzte und mindestens 23 Verhaftungen.
Dies war eines der ersten größeren Ereignisse nach dem (vorübergehenden) Abschwung der jüngsten großen und langandauernden Protestbewegung. Wie auf der revolutionären serbischen Nachrichtenseite revinform.info berichtet wurde, zeigt dies anschaulich, dass die vermeintliche „Ruhepause“ keinesfalls die Lage innerhalb der Bevölkerung widerspiegle: „Die Spannungen in Serbien sind alles andere als ruhig“.
Am 23. Mai entwickelten sich aus einer Protestaktion heraus Zusammenstöße und Widerstand gegen die Polizei und andere Sicherheitsorgane des serbischen Staates. Die spontanen Kämpfe zeigen sehr gut, dass die Massen in Serbien, insbesondere auch die studentischen Massen sich auf Dauer nicht mit leeren Wahlversprechungen zufrieden geben werden. Es zeigte sich aber auch, welchen Schaden der opportunistische und reformistische Flüge der jüngeren Bewegung unter den Studenten durch die Losung einer anzustrebenden „Wahlteilnahme“ anrichtete. Revinform.info berichtet: „Der größte Teil der Menge befand sich auf dem König Alexander Boulevard, wo sie den stärksten Widerstand leistete. Viele hatten jedoch keine Zusammenstöße erwartet und waren größtenteils unvorbereitet erschienen, die studentischen Organisatoren selbst waren weder ausgerüstet noch organisiert.“