Wir publizieren ein Flugblatt des Roten Frauenkomitee
Bremen, das uns zugesandt wurde.
Proletarier aller
Länder, vereinigt euch!
Gegen die Abwälzung
der Kosten des Kriegs auf die Arbeiterklasse!
Für einen kostenlosen
Nahverkehr, Abschaffung der Mehrwertsteuer und Stromkostenübernahme!
Der Krieg, den der russische Imperialismus am 24. Februar 2022 gegen die
Ukraine losgebrochen hat, lastet schwer auf dem ukrainischen Volk. Unsere
Klassenbrüder und Klassenschwestern in der Ukraine werden zu Tausenden
vertrieben, als Kanonenfutter missbraucht und ermordet. Aber auch außerhalb der
Ukraine hat der Krieg seine Auswirkungen – auch hier in der BRD.
Der Krieg hat die Auswirkungen der Wirtschaftskrise noch einmal
beschleunigt. So ist der Krieg nicht die Ursache, aber Beschleuniger von
Preiserhöhungen und Inflation. Dadurch ist er hier vor allem im Geldbeutel
vieler zu spüren, denn alles Mögliche wird teurer. Der Preis für Öl hat sich in
der ersten Kriegswoche um ein Viertel erhöht, was für noch höhere Spritpreise
sorgt. Diesel war zwischenzeitlich bereits teurer als Benzin und beide liegen
über zwei Euro. Die Preise der grundlegendsten Lebensmittel wie Brot oder
Nudeln sind seit Anbruch des Krieges ordentlich in die Höhe geschossen.
Alltägliche Verbrauchsgüter wie Toilettenpapier, Seife oder Waschmittel sind
ebenfalls teurer geworden. Das hat vor allem zwei Gründe. Zum einen ist die
Ukraine wichtiger Produzent für Weizen und anderes Getreide. Russland und die Ukraine
stellen zusammengerechnet mehr als ein Viertel des weltweiten Weizens her.
Durch den Krieg entsteht nun ein Mangel, der bisher für eine Verteuerung von
Weizen in Höhe von knapp 10 Prozent gesorgt hat. Diese werden letztendlich auf
den Konsumenten, die Arbeiter und das Volk, abgewälzt. Zum anderen sorgt der
durch den Krieg ausgelöste weltweite Anstieg der Energiepreise nicht nur dafür,
dass Heizen und Autofahren teurer wird, sondern auch die Herstellung aller
Produkte, für die Energie aufgewandt werden muss.
Schon vor Anbruch des Krieges waren die Preise durch Inflation und
Verteuerung von Rohstoffen hoch. Lebensmittel waren im Januar 2022 im
Durchschnitt 5,3 Prozent teurer als im Vorjahr. Mit dem Krieg hat sich die
Situation nur noch weiter verschärft. Doch statt einen Ausgleich zu schaffen
oder Preise niedrig zu halten, wie durch eine Abschaffung der Mehrwertsteuer,
kostenlosen Nahverkehr, eine Grundsicherung für alle, Subventionen von
grundlegenden Nahrungsmitteln, die bei den Ärmsten der Bevölkerung ankommen und
nicht mehr Geld in Kassen der großen Monopole spülen, Heizkosten von
Hartz-IV-Empfängern und Geringverdienern zu übernehmen, nutzen die deutschen
Imperialisten den Krieg für ihre eigenen Interessen. Vor allem treibt die
kriegstreiberische deutsche Regierung unter der Führung des Gangsters Olaf
Scholz nun die Militarisierung voran. Ganze 100 Milliarden Euro werden jetzt
als sogenanntes Sondervermögen in die Bundeswehr gepumpt, um die
Angriffskapazitäten der imperialistischen deutschen Armee zu erhöhen.
Gleichzeitig sprechen sie über eine Reaktivierung der Wehrpflicht, um uns in
ihrer mörderischen Armee verheizen zu können. Mit verlogener Kriegspropaganda
rechtfertigen sie ihre Schritte, während die Arbeiter und das Volk in weiteres
Elend gestürzt werden.
Die Kosten für ihre Militarisierung und für den imperialistischen
Krieg müssen jetzt vor allem wir tragen, die
Arbeiterklasse. Der Preis, den der Krieg erfordert, wird auf uns
abgewälzt. Ob es die erhöhten Preise sind oder die 100 Milliarden für die
Bundeswehr, die von unseren Steuergeldern gezahlt werden.Es ist
der Preis für einen Krieg, der nicht unser Krieg ist, der nicht in
unserem Sinne ist, ganz im Gegenteil. Niemalswird ein Krieg
der Imperialisten uns dienen, denn sie vergießen das Blut unserer
Klasse für ihre mörderischen Interessen.Wir tragen
diesen Krieg nicht
mit, müssen die Aufrüstungspläne bekämpfenund dürfen uns
die Abwälzung der Kosten des Krieges nicht gefallen lassen. Unsere
Antwort ist der Widerstand, denn es heißt „Klasse gegen Klasse“ und
„Krieg dem Krieg“. Wir müssen diesem Widerstand Ausdruck verleihen und den
imperialistischen Kriegstreibern den Kampf ansagen.
Nieder mit dem imperialistischen Krieg!
Nieder mit der kriegstreiberischen Regierung!
Kein Mensch und kein Cent für die
Bundeswehr!
Rotes Frauenkomitee
Bremen
März 2022
Geschrieben
von refa
12. März 2022